Tennisklassen

Nachdem seit dem Schuljahr 2013/14 der Tennissport verstärkt im Sportunterricht unserer Schule eine Rolle spielt, wurde 2015 der Entschluss gefasst eine Tennisklasse zu eröffnen. Die 28 Schüler der jetzigen 6d spielen im Rahmen des Sportunterrichts und der Ganztagsangebote mehrere Stunden in der Woche Tennis. Das Schulangebot „Tennisklasse“ endet nach drei Schuljahren, dann werden die Schüler vom Kooperationsverein SG LVB weiter betreut.
Die Eröffnung der nächsten Tennisklasse ist für das Schuljahr 2018/19 vorgesehen.

 

 

 

Leipzig hat die einzige „Tennisklasse“ Deutschlands
In der Immanuel-Kant-Schule in Connewitz ist der Ballsport Schulfach

 

von Katharina Wolf,    veröffentlicht in der Leipziger Volkszeitung am 14.10.2016


CONNEWITZ. Auf dem Sportplatz „Neue Linie“ in Connewitz steht eine ganze Schulklasse mit Tennisschlägern in der Hand. Die einen üben den Aufschlag, die anderen schlagen sich gekonnt die Bälle zu. So sieht der gewöhnliche Sportunterricht der Klasse 6d der Immanuel-Kant-Schule aus. Sie sind die einzige „Tennisklasse“ Deutschlands. Neben den regulären Sportstunden steht bei den 15 Mädchen und 13 Jungen auch die beliebte Ballsportart auf dem Stundenplan.

Initiatoren der Kooperation zwischen dem Gymnasium und dem Verein SG LVB waren der Sportlehrer Henry Voll und Cheftennistrainer Steffen Fiedler. Die Idee: die Fitness und Konzentrationsfähigkeit der Schüler fördern und ihre soziale Kompetenzen und Umgangsformen stärken.
„Wir wollen vor allem Kinder ansprechen, die „ihre“ Sportart noch nicht gefunden haben. Zu Beginn des Schuljahres 2014/15 konnten sich deshalb alle neuen Fünftklässler für einen Platz in der Klasse bewerben, ohne dass bestimmte Vorkenntnisse gefordert waren“, erklärt Voll. Seit Beginn des letzten Schuljahres spielt die 6d zwei bis vier Stunden Tennis in der Woche zusätzlich zusätzlich zur regulären Sportstunde. Ab der siebten Klasse können sich die Schüler dann im Verein SG LVB anmelden.

„Die Mannschaft startete dieses Jahr bei der Verbandsrunde und konnte viele Sätze für sich gewinnen“, jubiliert der Sportlehrer. „Viele Kinder sind sehr talentiert, das freut uns natürlich. Aber der Leistungsgedanke ist nicht vordergründig. Es geht vielmehr um das gemeinsame Hobby, das den Klassenzusammenhalt enorm stärkt“, betont der 56-Jährige. „Die Schüler sind Feuer und Flamme für das Projekt!“ - „Es ist cool, Tennis in der Schule spielen zu können. Wir haben schon sehr viel in kurzer Zeit gelernt, weil uns alles so gut erklärt wird“, schwärmt die elfjährige Hanna. „Es gibt eigentlich keinen Tag, an dem ich nicht Lust auf das Training habe“, stimmt der ebenfalls elfjährige Mika zu.

Ende August erhielt die Immanuel-Kant-Schule für ihr Konzept den Fritz-Kütemmeyer-Ehrenpreis des Deutschen Tennisbundes, der jedes Jahr das beste Schultennis-Projekt auszeichnet.
Künftig will das Gymnasium alle drei Jahre dieses Projekt anbieten.