Einladung - Ausstellung "Kirchentag auf dem Weg ..."

Einladung

Kirchentag auf dem Weg...

Wasserwege des Südens entdecken –
Pilgerwanderung durch Stadtraum und Natur

Eine Ausstellung der Immanuel-Kant-Schule/
Gymnasium der Stadt Leipzig

Schülerarbeiten der Jahrgangsstufen 7 & 11

 


Was nur wenige wissen: In Leipzig gibt es 457 Brücken und Stege – mehr noch als in Venedig. Mit den Flüssen Weiße Elster, Pleiße und Parthe, dem Karl-Heine-Kanal und den rund 20 Seen im Umland ist das Wasser in Leipzig zu einem wichtigen Teil des Stadtbildes geworden. Das soll sich auch während des „Kirchentags auf dem Weg“ widerspiegeln. Etwa bei einer Pilgerreise zu Wasser, die an zahlreichen künstlerisch gestalteten und musikalisch bespielten Brücken vorbeiführt...

Wir haben uns mit den Schülerinnen und Schüler der Klasse 7c sowie des Grundkurses Kunst Jg.11 auch auf den Weg gemacht und laden herzlich zu einer Pilgerreise der Druckkunst ein...

Die Ausstellung wird am Freitag, 26.05.2017, 16.30 Uhr im Rahmen eines festlichen
„Mitsinge-Konzertes“ in der Paul-Gerhardt-Kirche eröffnet und kann in den nächsten Wochen während der Öffnungszeiten der Kirche besucht werden.

Erarbeitet wurden beeindruckende Linolschnitte, die nicht nur verschiedene Einblicke in Leipzigs Wasserlandschaft des Südraumes gewähren, sondern auch die Facetten der Drucktechnik des Linolschnittes demonstrieren.
Während die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 ihren Fokus auf den sogenannten Schwarz-Weiß-Linienschnitt lenkten, arbeitete der Grundkurs nach dem Prinzip der „verlorenen Platte“. Ausgegangen waren wir zunächst von fotografischen Aufnahmen der Leipziger Fluss- und Seenlandschaft im Südraum. In einem ersten Schritt mussten diese Fotovorlagen vereinfacht und letztlich abstrahiert werden.
Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7c übertrugen die Flächen und Linien mit schwarzer und weißer Acrylfarbe so auf den Entwurf, dass immer eine weiße Fläche oder Linie spannungsvoll auf eine schwarze Linie oder Fläche stößt.
Im Grundkurs beschäftigten wir uns zunächst mit den harmonischen Farbakkorden nach Itten. Dabei entstanden großformatige Ölpastellkreidezeichnungen, in denen die Landschaftsflächen farbig definiert wurden.
Der Linolschnitt ist ähnlich dem Holzschnitt ein Hochdruckverfahren, bei dem die Teile aus dem Druckstock weggeschnitten werden, auf die später keine Farbe gewalzt werden soll. Auf diese Weise können Linien und Flächen gesetzt werden. Nach dem Schneiden wird die Linoleumplatte mit der gewünschten Farbe eingewalzt und per Hand oder Druckpresse abgedruckt. Das Motiv erscheint dann seitenverkehrt. Neben dem Schneidprozess stellt natürlich auch der Druckvorgang eine große Herausforderung dar. Beim Druck mit der „verlorenen Platte“ wird immer ein Schnittzustand im Druck festgehalten, dann die Platte weiter beschnitten, mit einer anderen Farbe eingewalzt, gedruckt und so fort bis mehrere Farbschichten und Schneidzustände übereinanderliegen. Wir haben oft per Handabrieb gearbeitet, da die Druckstöcke zum Teil zu groß für unsere Schuldruckpresse waren oder die Geduld des Wartens bis die Druckpresse frei ist zu klein.
Die Ergebnisse können sich sehen lassen.
Vielleicht entdecken Sie beim Betrachten den einen oder anderen Landstrich wieder, der Ihnen vertraut vorkommt, vielleicht entdecken Sie aber auch fremde, figürliche Formen oder bleiben gedanklich in der abstrakten Fläche und ihrer Farbigkeit. Folgen Sie gern unseren spirituellen Wasserwegen...


Andrea Bonan-Teich & Heike Palluch
Fachlehrer Kunst an der Immanuel-Kant-Schule