Chorlager 2015

Das Chorlager zweitausendundfünfzehn – für einige das erste, für andere das letzte, aber für alle etwas ganz Besonderes

Das Schloss Colditz ist nur eine kurze Busreise von Leipzig entfernt. Doch nicht Ferne macht Schönheit aus, was dieses Schloss nun schon zum dritten Mal unter Beweis stellte.  Der große Hof, die vielen, ausgezeichnet ausgestatteten hellen Proberäume und die komfortablen Zimmer mit Blick auf den Wald steigerten bei allen die Motivation: Hier werden wir nun vier schöne Tage lang gemeinsam proben, konzentriert auf uns selbst und alle, die mit uns singen.

Freudig bereiteten wir uns vor – und zwar dieses Jahr nicht nur auf das Konzert in der Aula unserer Schule kurz vor Jahresende, sondern auch auf die Aufnahme einer CD -  Premiere für unsere kleine Gesangsgemeinschaft. So übten Klein und Groß miteinander und verbrachten Tage und Nächte, stets gutlaunig, mal mehr, mal weniger erschöpft von den Proben. Jeder konnte bei der nächsten Fortschritte bemerken und so hatten Frau Kiebeler, Herr Buchheim und der zur Unterstützung mitfahrene Thomas Liskowsky sowie die ihn am Freitag ablösende Sarah Wille keine große Mühe, alle bei Laune zu halten.

Als dann schließlich der dritte Tag anbrach, waren alle gespannt, wie die professionelle Aufnahme, angeleitet von einem Tonmeister, ablaufen würde. Nach einer ersten Einweisung wurden die Mikrofone aufgestellt und jeder stand fest an seinem Platz – in größter  Anspannung!! 

Vor und nach der Aufnahme durfte diese kein einziges Geräusch zerstören. Es war so ruhig im Saal, wie man es selten erfährt. Kaum wagte einer zu atmen. Wir fühlten uns wie ein einziger Klangkörper. Gebrochen wurde die Stille erst, wenn aus dem Off die Stimme des Tonmeisters trocken, aber freundlich sagte: „Jo.“ oder: „Okay, noch mal.“ Es folgten ein gemeinsames Ausatmen oder ein gemeinsamer Seufzer.

Mit viel Geduld konnten wir an diesem einzigen Tag voller Singearbeit alle Lieder zu unserer Zufriedenheit festhalten und gingen abends völlig geschafft, aber nicht unbefriedigt in unsere Zimmer.

Der vierte und letzte Tag begann mit einer Probe, die sich der vielen heiseren Stimmen wegen nicht mit dem Tag zuvor messen konnte. Und dann hieß es schon wieder packen, in schönster Sonne vom Schlossberg herunter und zum Bus eilen.

Ein komisches Gefühl war das schon, als sich diese feste Gemeinschaft in der Scharnhorststraße wieder trennen musste….

 

Pablo Neitzsch

 

Ps.: Die CD muss nun noch fertiggestellt werden. Ein besonderes Highlight: Paula aus Finnland und ihr berührendes Weihnachtslied, das muss man gehört haben.

 

Bilder zum Chorlager findet ihr unter folgendem Link:

https://www.dropbox.com/sh/9i5p11mprdkb6tm/AABk8EZMTv2G0DAj9YxgjXaFa?dl=0